Besitzerwechsel bei der Miss Schweiz Organisation

Im 1. Quartal 2018 wird wieder eine Miss Schweiz gekrönt. Die neuen Inhaber der Miss Schweiz Organisation heissen Angela Fuchs, Iwan Meyer und Andrea Meyer. Unternehmer Guido Fluri, der bisherige Markeninhaber, will sich künftig noch verstärkt auf die Projekte seiner eigenen Stiftung konzentrieren.

Fotograf: David Avolio

Die drei neuen Missen-Macher erwarben die Markenrechte von der GF Group Holding AG, die seit 2012 Eigentümerin war. Mit dem Besitzerwechsel wird die Wahl neu ausgerichtet. Angela Fuchs über die Pläne der neuen Inhaber: „Wir suchen wieder eine Miss Schweiz, eine starke Persönlichkeit mit Ausstrahlung, die die Schweiz mit Herzlichkeit, Bodenständigkeit und Offenheit repräsentiert. Wir freuen uns, die Tradition der Wahl in einem neuen Format fortzuführen und nehmen ab sofort Bewerbungen entgegen.“ Die künftige Strategie und Ausrichtung wird mit Medienpartnern und Sponsoren neu definiert und im Frühling 2017 kommuniziert. Angela Fuchs, frühere Mitarbeiterin des Ex-Missen-Chefs Christoph Locher, wird nebst der Geschäftsführung ebenfalls die Kandidatinnen sowie die künftige Miss Schweiz betreuen. Die Mitinhaber Iwan Meyer und Andrea Meyer übernehmen die strategische Ausrichtung der Marke Miss Schweiz.

Für den bisherigen Markeninhaber Guido Fluri kommt die Übergabe zum richtigen Zeitpunkt: „Im letzten Jahr habe ich mich verstärkt und auf verschiedensten Ebenen politisch und sozial engagiert. Deshalb, und weil ich künftig noch mehr Zeit für die Projekte meiner eigenen Stiftung einsetzen möchte, habe ich mich entschieden, die Wahl der Miss Schweiz in neue Hände zu übergeben. Den neuen Inhabern wünsche ich viel Erfolg.“ Guido Fluri hatte die Markenrechte 2012 nach dem Ausstieg des Schweizer Fernsehens erworben, als die Wahl nicht mehr durchgeführt werden konnte. Unter dem Motto „Krone mit Herz“ setzte die Miss Schweiz Organisation in den letzten Jahren rund eine halbe Million Franken zugunsten wohltätiger Zwecke ein. Laetitia Guarino (Miss Schweiz 2015) und Lauriane Sallin (Miss Schweiz 2016) prägten mit ihren Auftritten den karitativen Gedanken. Als Botschafterinnen der Stiftung Corelina setzten sie sich für die Anliegen herzkranker Kinder ein und halfen beim Aufbau einer Kinderherzklinik in Rabat mit. Es gelang ihnen dabei, der Miss Schweiz ein neues Image zu verpassen. Während ihrer Amtszeit traf die amtierende Miss Schweiz Lauriane Sallin unter anderem Bundesrat Alain Berset und sprach mit ihm über eine Rehabilitations-Klinik für Kinder, wurde von Kurt Aeschbacher in seine Sendung eingeladen oder zierte als erste Miss Schweiz die Titelseite des Tages-Anzeiger.

Die amtierende Miss Schweiz Lauriane Sallin behält ihre Krone bis eine Nachfolgerin gewählt ist. Ihre sozialen Engagements, unter anderem der Transport von Hilfsgütern nach Marokko im März, werden weiterhin von der GF Group Holding AG ermöglicht und finanziert. Der Betrieb der Miss Schweiz Organisation wird bis Ende Juni 2017 an die neue Inhaberschaft übertragen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.